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Achterbahnfahrt an den Ölbörsen

Internationaler Markt



Die internationalen Ölmärkte durchlebten gestern einen sehr unruhigen Tag. Am Vormittag schreckten Meldungen die Händler auf, dass im Persischen Golf zwei saudische Tanker angegriffen und erheblich beschädigt wurden. Auch ein norwegisches Schiff und ein Schiff der Emirate wurde angegriffen. Die Identität der Angreifer konnte nicht geklärt werden, aber die meisten Beobachter blicken Richtung Teheran.

Auch wenn es immer wieder Spannungen in der Region gibt, sind Attacken gegen Tanker äußerst selten. Die Trader reagierten daher erst etwas ungläubig, aber als Riad die Meldungen bestätigte, kletterten die Ölpreise rasch um fast zwei Dollar nach oben.

Doch dann schob sich das eigentliche Thema dieser Tage in den Vordergrund. Das ist nach wie vor der Zollkrieg zwischen den USA und China, der am Wochenende weiter eskalierte. China antwortete gestern auf die höheren Zölle der USA nun seinerseits mit höheren Zollabgaben. Die Aktienmärkte und die Ölpreise gaben am Nachmittag daraufhin stark nach.

Der gedankliche Sprung von höheren Zöllen zu einem Einbruch der Ölnachfrage fällt noch immer schwer, aber der Zollkrieg könnte in der Tat die Stimmung auf den Märkten weltweit eintrüben, da zahllose Lieferketten betroffen sind und neue Investitionen möglicherweise erst einmal auf Eis gelegt werden.

Im Ölmarkt selbst werden zur Zeit aber auch ganz andere Probleme diskutiert. Sollte die Ölnachfrage stabil bleiben und weiterhin iranisches, venezolanisches und möglicherweise auch libysches Öl fehlen, dann stößt selbst Saudi-Arabien in den nachfragestarken Sommermonaten an seine Fördergrenzen. Das Gespenst der fehlenden Reservekapazitäten, das lange verschwunden war, taucht nun wieder auf.

Heute morgen zeigen sich die Ölbörsen zum Handelsstart jedoch etwas ruhiger. Präsident Trump bekommt nun anscheinend Angst vor der eigenen Courage. Die Entscheidung über die nächste Stufe im Zollkrieg sei noch nicht gefallen. Der gestrige Börseneinbruch und die unnachgiebige Haltung Pekings passen nicht so recht zu seinem Image vom "erfolgreichsten Präsidenten aller Zeiten". Trump will den chinesischen Präsidenten Xi auf dem G20-Gipfel im Juni treffen und erwartet dort Fortschritte bei den Handelsgesprächen.

Der Handel startet heute Morgen vorsichtig. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) notiert aktuell bei 61,20 US-Dollar je Barrel Tendenz: fallend. Brent-Rohöl kostet 70,45 US-Dollar je Barrel Tendenz: fallend. Gasöl steht bei 632,75 Dollar je Tonne Tendenz: fallend. Der US-Dollar kostet 0,8898 Euro Tendenz: gleichbleibend. Damit notiert der Euro bei 1,1233 Dollar Tendenz: gleichbleibend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt



Die Heizölpreise geben etwas nach, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Sie liegen heute am frühen Morgen zwischen 68 und 69 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3000 Liter). Das ist genauso hoch wie vor einem Jahr und angesichts der zahllosen Probleme im Ölmarkt erstaunlich niedrig.

Schon seit einem Monat mäandert Heizöl in diesem Preisbereich. Rohöl ist zwar billiger geworden, aber die höheren Margen der Raffineriebetreiber sorgen dafür, dass nur ein Teil davon im Heizölmarkt ankommt. Andererseits können sich Heizölkunden glücklich schätzen, dass die Probleme auf den internationalen Ölmärkten bislang nur sehr abgeschwächt im deutschen Markt ankommen.

Viele Kunden wollen offenbar die Gunst der Stunde nutzen und bestellen. Der Markt ist ungewöhnlich aktiv. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen ins Verhältnis setzt, zeigt auch für die nächsten Tage eine hohe Kaufbereitschaft an. Fast 40 Prozent der Kundschaft rechnet mit einem Anstieg der Heizölpreise, so die tägliche Umfrage. Das ist ein vergleichsweise sehr hoher Preispessimismus und erklärt die Kaufbereitschaft.

Die Preischarts für Heizöl bestärken diese Einschätzung. In der kurzen Frist legen die Heizölpreise in einem stabil ansteigenden Preiskanal zu. Aber auch in der langen Frist seit dem Jahresbeginn 2016 sieht es nicht anders aus.

Was tun? Es ist unklar, wie lange der Handelskonflikt zwischen Washington und Peking die Heizölpreise deckeln kann. Die Versorgungslage im Ölmarkt selbst stimmt eher bedenklich. Wer nicht spekulieren will, sollte also nicht abwarten und bestellen.

Wenn Sie die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen wollen, sollten Sie aber in jedem Fall genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.