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Gegenwind im Ölmarkt

Internationaler Markt



Die internationalen Ölpreise trafen gestern auf heftigen Gegenwind und fielen unter die Marke von 71 Dollar je Barrel. Die Versorgungslage im Ölmarkt gilt noch immer als recht knapp, aber nun melden sich wieder die konjunkturellen Sorgen.

Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für 2019 erneut reduziert, wenn auch nur leicht von 3,5% auf 3,3%. Washington wiederum steuert auf die heiße Phase in einem neuen Handelskonflikt zu. Dieses Mal geht es gegen die EU.

Das drehte die Stimmung bei den "Makro-Fonds", die sich nach den unerwartet guten Konjunkturdaten in der letzten Woche gerade erst auf einen optimistischeren Ausblick eingestellt hatten. Die Fondsmanager nahmen einige spekulative Chips vom Spieltisch und prompt fielen auch die Ölpreise.

Trotzdem: Die OPEC-Staaten halten seit dem letzten Oktober 2,0 Mio. Barrel pro Tag vom Markt fern, teils geplant, wie im Fall von Saudi-Arabien, teils unfreiwillig, wie in Venezuela und Iran. Auch die Kämpfe in Libyen gehen weiter. Es bleibt jedoch unklar, wie stark die Ölexporte davon betroffen werden.

Das globale Ölangebot ist also eingeschränkt und muss sich mit zusätzlichen Risiken auseinandersetzen. Die Ölnachfrage bleibt bislang stark, wie die Energiebehörde EIA des US-Energieministeriums gestern in ihrem Monatsausblick noch einmal bestätigte. Ein starker Einbruch bei den Ölpreisen ist daher aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich.

Am späten Abend meldete dann der amerikanische Branchenverband API seine wöchentlichen Vorab-Schätzungen zu den Lagerbeständen. Demnach stiegen die Rohöllager stärker als erwartet um 4,1 Mio. Barrel. Dafür sanken die Benzinvorräte in der letzten Woche deutlicher als erwartet um 7,1 Mio. Barrel und die Diesel/Heizöl-Bestände (Mitteldestillate) um 2,4 Mio. Barrel. Es war also für jede Marktsicht etwas dabei. Am heutigen Nachmittag wird die EIA die mit Spannung erwarteten offiziellen Lagerdaten veröffentlichen.

Die Händler in Asien blieben über Nacht zurückhaltend, so dass Europa heute Morgen fast unverändert startet. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) notiert bei 64,20 Dollar je Barrel Tendenz: fallend. Brent-Rohöl kostet 70,73 US-Dollar je Barrel Tendenz: fallend. Gasöl steht bei 624,00 Dollar je Tonne Tendenz: gleichbleibend. Der US-Dollar kostet 0,8872 Euro Tendenz: gleichbleibend. Damit notiert der Euro bei 1,1273 Dollar Tendenz: gleichbleibend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt



Unter dem Druck der fallenden Rohölpreise wird Heizöl heute etwas billiger, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Die durchschnittlichen Preise fallen unter 68 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3000 Liter). Die regionalen Preise in den Großstädten liegen relativ nahe beieinander, mit der Ausnahme von München, das über 70 Euro verharrt.

Der Heizölmarkt gibt sich entspannt. Die Aktivität ist auf einem durchschnittlichen Niveau. Auch das mathematische Tiefpreis-System bleibt im neutralen Bereich.

Dennoch ist eine latente Kaufbereitschaft erkennbar. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen ins Verhältnis setzt, verzeichnet eine hohe Bereitschaft, in den nächsten Tagen zu ordern. Das kann nicht verwundern, denn noch immer rechnet fast jeder zweite Beobachter mit demnächst höheren Heizölpreisen, wie die tägliche Umfrage zeigt.

Dazu passen die Preiskanäle der Charts: Sowohl der kurzfristige als auch der langfristige Preistrend zeigen jetzt nach oben. Nur die mittelfristigen Charts lassen den Betrachter etwas ratlos zurück, da sie keine klare Richtung vorgeben.

Was tun? Die heutige Preisdelle muss vermutlich eher als kurzfristige Chance und nicht als Start eines neuen Trends verstanden werden. Die Risiken im Ölmarkt sind unübersehbar, auch wenn die Luft dünner wird, sobald die Rohölpreise über 70 Dollar steigen.

Wer also ohnehin bald bestellen muss, sollte nicht zu lange zögern. Wer bis zum Sommer abwarten will, sollte nicht nur den Ölmarkt, sondern auch die Pegelstände auf dem Rhein im Auge behalten. Wer weiß, welche unangenehmen Überraschungen der Klimawandel in diesem Jahr bereithält.

Wenn Sie die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen wollen, sollten Sie aber in jedem Fall genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.