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Heizölpreise: Rheinpegel steigt - Preise entspannter

Internationaler Markt



Die Produktionskürzung der OPEC-Allianz steht scheinbar auf wackligeren Beinen als in den vergangenen Tagen eingeschätzt. Der Waffenstillstand im Handelsstreit zwischen den USA und China ist weniger hoffnungsfroh, als es nach dem G20-Gipfel zunächst aussah. Die Ölreserven in den USA sollen laut vorläufiger Zahlen entgegen aller Erwartungen erneut gestiegen sein. Das bremst die jüngsten Hoffnungen auf einen ausgeglichenen Ölmarkt jäh aus und damit auch die Aktionen der Finanzjongleure, die gerade erst wieder auf steigende Preise gesetzt hatten. An den Börsen ICE und NYMEX geben die Ölpreise wieder nach.

Morgen steht das OPEC-Treffen in Wien an. Dass die OPEC die Ölförderung reduzieren wird, galt bislang unter Experten als recht sicher. Eine Drosselung von 1 bis 1,4 Millionen Barrel täglich wurde genannt. Das Ziel: für einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage zu sorgen. Gestern ruderte der OPEC-Präsident zurück, man sei sich über Kürzungsmengen keineswegs bereits einig. Russland soll angeblich nur um 150.000 Barrel kürzen wollen. Das dürfte Saudi-Arabien bei Weitem zu wenig sein. Die OPEC-Mitglieder sind zudem verärgert über die Alleingänge zwischen Saudi-Arabien und Russland, was ihre Kooperationsbereitschaft beeinträchtigen dürfte. Russland als Nicht-OPEC-Mitglied, jedoch Schwergewicht in der weltweiten Ölproduktion, muss ins Boot geholt werden, will das Kartell das Gleichgewicht im Ölmarkt zurückerobern. Die Ungewissheit ist mit der Uneinigkeit erneut gestiegen.

US-Präsident Donald Trump droht derweil wieder mit Zöllen gegen China, das lässt die Trader ebenfalls verunsichert zurück. In diesen Tagen haben sie zudem die Ölbestandsveränderungen im Blick. Laut Branchenverband American Petroleum Institute (API) sind die US-Ölbestände in allen Kategorien gestiegen. Die Rohölvorräte nahmen in der abgelaufenen Berichtswoche um 5,4 Millionen Barrel zu. Experten hatten im Vorfeld ein Minus von 1,2 Millionen Barrel erwartet. Auch die Produktreserven (Heizöl, Diesel, Benzin) legten entgegen den Prognosen deutlich zu. Das stützt die Preise zunächst. Auf die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) müssen die Marktteilnehmer einen Tag länger warten als üblich. Wegen der Trauerfeier für den verstorbenen Ex-Präsidenten George H. W. Bush folgen sie in dieser Woche am Donnerstag um 17 Uhr.

Die Notierungen an den Ölbörsen sind am frühen Morgen unter die Tiefstwerte von gestern Abend gefallen. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 52,51 Dollar Tendenz: fallend. Die Nordseesorte Brent steht bei 61,16 US-Dollar Tendenz: fallend das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 577,25 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Der US-Dollar legte zu und kostet heute Morgen 0,8828 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,1326 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt



In Deutschland normalisiert sich die Versorgungslage langsam und lässt die Heizölpreise sinken. Die Flussschiffe transportieren nach anhaltenden Regenfällen wieder mehr Heizöl. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich die Abwärtsbewegung zunächst zögerlich, sie ist jedoch ausbaufähig.

Die Pegelstände des Rheins haben zugelegt und sollen in den nächsten Tagen weiter steigen. Schiffe können wieder voll beladen fahren. Heizöltransporte werden von der Straße zurück auf die Flüsse geholt. Die extremen Preisaufschläge der letzten Wochen sollten nun Schritt für Schritt ausgepreist werden. Im Norden des Landes ist das bereits geschehen. In vielen Regionen haben die Heizölpreise noch ein ordentliches Abwärtspotenzial.

Für alle, die Heizöl brauchen, lohnt es sich jetzt die Preisentwicklung intensiv zu beobachten. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl dokumentiert eine hohe Kaufbereitschaft. Die Preise sind vor allem für Verbraucher attraktiv, die ihren Wintervorrat sichern wollen. In der Lesereinschätzung erwarten 70 Prozent künftig sinkende Preise.

Die Preistrends machen nach langer Durststrecke im kurz- und mittelfristigen Zeitabschnitt wieder Mut: In der 3-Monatsansicht zeigt sich ein Abwärtstrend. In der 6-Monatsansicht steht eine Entscheidung an - abwärts scheint hier möglich. In den drei längerfristigen Charts prognostizieren die Trendkanäle allerdings nach wie vor steigende Preise. In der sehr langfristigen 10-Jahresansicht geht es leicht abwärts.

Der Rat an alle Unentschlossenen: Stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihrer Tankfüllung bis in den Februar hineinkommen. Bestellen Sie dafür die nötige Teilmenge. Das Abwärtspotenzial der Heizölpreise sollte Ihnen die Entscheidung heute oder in den kommenden Tagen erleichtern. Sind Sie gut versorgt, dann lehnen Sie sich entspannt zurück.

Um Ihren Heizölbedarf abschätzen zu können, ist es wichtig, genau zu wissen, wie viel noch im Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.