Heizöl Preisvergleich Ölpreis Kommentar Impressum Aktuelle Heizölpreise    

Nachrichten

Heizölpreise: Kaufen macht wieder Freude

Internationaler Markt


An den Finanzmärkten kommt Panik auf. Aktien verlieren mit beachtlicher Geschwindigkeit an Wert. Öltitel werden ebenfalls gerupft. Die Suche nach Gründen für die plötzliche Stimmungswende von notorisch bullisch auf bärisch mit zunehmend panischer Attitüde ist so müßig wie weitschweifend. Im müßigen Teil steht der Satz „der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht“.

Die Übertreibung hat ihren Zenit erreicht. Der Krug scheint zu brechen. Die Minuszeichen an den Börsen leuchteten gestern bereits sehr hell. Heute Morgen deutet sich noch mehr Rot an. Das betrifft zur Stunde in erster Linie den Aktienmarkt. Der Ölmarkt wirkt dagegen noch gefasst. Man könnte orakeln, dass die fundamentale Absicherung der Papiere durch den Wert der Ware solider ist als bei Aktien. Die extreme Positionierung von Finanzjongleuren auf der bullischen Seite lässt indes eine nicht minder große Übertreibung erahnen.

Damit kommt der weitschweifende Teil einer Begründung ins Spiel. An dieser Stelle haben wir immer wieder Facetten der prinzipiell üppigen Versorgungslage skizziert. Das betrifft Ressourcen und Reserven in fast allen Ölländern der Erde. Wirkliche Verknappung ist bis heute die Ausnahme. Dass das vor zehn Jahren noch anders gesehen wurde, war einer temporären technischen Visionslosigkeit geschuldet. Heute wissen wir, dass trotz 150 Jahren industrieller Ölnutzung noch rund 80 Prozent der globalen Ölvorkommen im Boden sind. Dieses Öl kann im Verlauf technischen Fortschritts zu relativ günstigen Kosten verfügbar gemacht werden. Anmerkung: All das Öl zu nutzen, ist aber aus heutiger Sicht nicht ratsam, weil es unsere Atmosphäre vergiftet und unser Habitat zerstört.

Trotz der üppigen Versorgungsbasis kann es temporär zu Engpässen der Ölversorgung kommen. Ursächlich dafür können zufällig oder geplant herbeigeführte Störungen sein. Zerstörerische Wetterbedingungen, die sich derzeit häufen, werden heute noch als zufällige Störungen verstanden. Die Förderkürzungen der OPEC-Allianz sind ein seltenes Beispiel für eine geplante Störung. An den Finanzmärkten neigt man bisweilen dazu, die Wirkung solcher Störungen zu überschätzen und diese mit heftigen Kursanstiegen zu würdigen. Früher oder später wird den Protagonisten nichts anderes übrig bleiben, als ihr Handeln zu relativieren. Vielleicht hat diese Relativierung eingesetzt, vielleicht lässt sie noch auf sich warten. Das werden wir erst nach einiger Zeit beurteilen können.

Nach erneutem Verlust gestern zeigt sich die Ölbörse heute Morgen wenig bewegt. Man muss abwarten, was passiert, wenn am Nachmittag der US-Parketthandel öffnet, um sich ein Urteil zum Tagesverlauf zu bilden.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 63,53 Dollar Tendenz: fallend und das Barrel Brent zu 66,97 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 596,00 Dollar Tendenz: fallend. Der US-Dollar kostet 0,8065 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,2396 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise geben erneut nach, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt. In der 3-Monats-Ansicht konnte bereits ein Trendwechsel von bullisch auf bärisch vollzogen werden. Da ein solcher Wechsel in den anderen Ansichten aussteht, liegt noch keine beruhigende Basis für den weiteren Gang der Dinge vor. Gleichwohl hat die Hoffnung auf tiefere Heizölpreise nun Konjunktur.

Das Heizölgeschäft im Binnenmarkt ist mit den nachgebenden Preisen deutlich belebt. Käufer ordern beherzt. Beobachter sind berauscht von ihrem Optimismus für tiefere Preise. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf höchstem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem annähernd sozialistischen Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends hellen sich für Verbraucher auf. In der kurzfristigen Darstellung geht es nun abwärts. Die etwas längere Sicht auf die Dinge zeigt seitwärts. Ab der Ein-Jahres-Ansicht sind die Trendkanäle mit Ausnahme der Darstellung für zehn Jahre immer noch bullisch.

Das Tiefpreis-System gibt für die meisten Regionen Deutschlands Kauf-Signale. Das ist ein weiteres Argument für kaufbereite Kunden.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Sie keine spekulativ eingestellte Persönlichkeit sind, nutzen Sie den Preisrückgang für den Heizölkauf! Als Preisspekulant sollten Sie das Geschehen nun eng verfolgen und versuchen, den Umkehrpunkt der Preisbewegung zu identifizieren. Vorsicht, das ist schwierig.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.