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Heizölpreise: Von Entspannung keine Spur

Internationaler Markt


Die Ölpreise befinden immer noch im Aufwärtstrend. Namhafte Analysten wundern sich. Sie rechnen täglich mit einer Umkehrung der Bewegung, da sie keine fundamentalen Umstände im Markt erkennen können, die einen derartig festen Lauf immer noch rechtfertigen würden. Finanzjongleure setzen derweil weiter auf Anstieg. Sie sehen allein im Trend eine hinreichende Begründung für ihren Geldeinsatz. Die Zahl der Kontrakte auf steigende Kurse bei Rohöl der Sorte Brent steht auf Rekordniveau.

Ganz abwegig ist die Preisentwicklung indes nicht. Eine Korrelation mit den Lagerbeständen in den USA lässt sich nicht von der Hand weisen. Die stehen derzeit auf dem Stand vom Frühjahr 2015. Damals erreichten die Rohölnotierungen annähernd die aktuellen Preise. Die Volatilität brachte allerdings auch Momente hervor, in denen die Preise zehn Dollar niedriger waren.

Den Unterschied macht indes, dass Rohöl mittlerweile aus den USA verkauft werden kann. Das heißt, dass das Lagerniveau nicht mehr wie damals als Maß für die US-Produktionsfähigkeit anzusehen ist. Die ist deutlich gestiegen. Nicht zuletzt auf diesen Unstand beziehen sich Analysten, wenn sie von einer Übertreibung des Preisanstiegs sprechen.

Die Störungen, die vor Weihnachten noch als Preistreiber galten, Produktionsausfälle in der Nordsee und in Libyen, sind mittlerweile beseitigt. Wer es aus Überzeugung bullisch mag, findet aber weiterhin Umstände, die zukünftig Ärger verursachen können. Das Sanktionsgeschwätz der US-Regierung gegen den Iran und der drohende Zusammenbruch Venezuelas gehören dazu.

Derzeit deutet wenig darauf hin, dass die Bullen alsbald flüchten werden. Der Trend zur Teuerung bleibt uns wohl noch einige Zeit erhalten. Heute Morgen zeigt sich das an den Ölbörsen mit einem moderaten Preissprung und einer darauf folgenden Seitwärtsbewegung, die als Bestätigung des neuen Preisniveaus verstanden werden kann.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 62,15 Dollar Tendenz: steigend und das Barrel Brent zu 68,11 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 604,75 Dollar Tendenz: gleichbleibend. Der US-Dollar kostet 0,8360 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,1958 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise ziehen nach wie vor aufwärts, wie der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist. Das geschieht nicht aggressiv, sondern durchaus gemächlich, aber es geschieht im Rahmen der gültigen Aufwärtstrends. In der 12-Monats-Ansicht ist dieser Trend durchaus scharf.

Das Heizölgeschäft im Binnenmarkt ist ruhiger als im Vorjahr. Die gute Befüllung der Tanks aus der Zeit sehr günstigen Öls im letzten Sommer ist ein Grund dafür. Die derzeit unveränderte Aussicht auf Teuerung und die pure Notwendigkeit fast leerer Tanks treibt Kunden aber weiterhin zu Bestellungen an. Andererseits wächst unter den Beobachtern wieder die Hoffnung auf Preisrückgang. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf höchstem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem ordentlichen Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends sind für Verbraucher wenig verheißungsvoll. Mit Ausnahme der Darstellung in der sehr langfristigen Zehn-Jahres-Ansicht sind alle Trendkanäle bullisch.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Sie keine spekulativ eingestellte Persönlichkeit sind, verschaffen Sie sich durch einen Heizölkauf Ruhe! Als Preisspekulant sollten Sie ein Geduldspolster mitbringen, das bis deutlich in den Winter hineinreicht.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass Sie ein gutes Neues Jahr haben sollten. Wir wünschen Ihnen günstige Heizölpreise.