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Heizölpreise: Öl wird erneut teurer

Internationaler Markt



Die internationalen Ölpreise sind weiter auf Erholungskurs. Die gute Stimmung auf den Aktienmärkten und der Druck auf den Dollar helfen dabei. Noch immer bestimmen also externe Einflüsse, das "Big Picture", den weiteren Verlauf.

Die Sorge vor steigenden Zinsen belastet praktisch alle Märkte der Welt, aber die erste Schockwelle, die Aktien und Öl in der letzten Woche einbrechen ließ, scheint erst einmal verdaut zu sein. Alle schauen jetzt auf den Dollar, um Hinweise für die nächsten Tage zu bekommen.

Im Ölmarkt selbst tut sich momentan nicht viel. Die saudische Regierung beteuert mit täglich wechselnden Textbausteinen, dass man alles unternehmen werde, um die globalen Lagerbestände zu reduzieren und damit den Ölpreis nach oben zu treiben. Auf der anderen Seite stehen die aktuellen Zahlen der amerikanischen Schieferölbranche: Sie fördert derzeit 1,3 Mio. Barrel pro Tag mehr als vor einem Jahr.

Das führt zu völlig neuen Versorgungsrouten. Netto müssen die USA zwar immer noch Öl einführen, aber die Rohölexporte liegen bereits bei über 1 Millionen Barrel pro Tag. Gestern legte sogar zum ersten Mal ein voll beladener Supertanker von der amerikanischen Golfküste ab, um auf einen Schlag zwei Millionen Barrel Rohöl aus den USA nach China zu exportieren.

Und es könnte immer mehr werden: Am Freitagabend wurde gemeldet, dass die Zahl der aktiven Bohranlagen (Rigs) in der letzten Woche erneut um sieben auf 798 Rigs zugelegt hat. Bohren ist also wieder attraktiv und finanzierbar. Die Musik spielt wie üblich im Permian-Schieferbecken in Westtexas. Dort wird bereits so viel Öl gefördert wie in Norwegen und Großbritannien zusammen. Ende des Jahres könnte Kuwait überholt werden.

Ebenfalls am Freitag liefen die neuen Spekulationszahlen der Ölbörsen über den Ticker. In den letzten Monaten hatte sich dort eine Rekordzahl von Wetten auf steigende Ölpreise aufgebaut. Die ersten Gewinnmitnahmen setzen jetzt ein, aber der Markt ist noch immer sehr einseitig positioniert: Nur jede zehnte Wette setzt auf fallende Ölpreise, der Rest bleibt optimistisch.

Heute Morgen startet Öl mit leichten Aufschlägen. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) steigt auf 62,24 Dollar je Barrel Tendenz: steigend. Brent-Rohöl legt auf 65,21 US-Dollar je Barrel zu Tendenz: steigend. Gasöl tendiert ebenfalls fester bei 573,00 Dollar je Tonne Tendenz: steigend. Der US-Dollar liegt stärker bei 0,8063 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro nur noch 1,2397 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages (Freitag).

Nationaler Markt



Der Aufwärtstrend an den Rohölmärkten läßt Heizöl heute Morgen erneut einen Euro nach oben springen, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Die Preise für eine Standardlieferung (3000 Liter) bewegen sich aktuell Richtung 58 Euro für 100 Liter, was aber immer noch fast 5 Euro unter der Preisspitze im Januar liegt.

Der Binnenmarkt für Heizöl bleibt sehr aktiv. Die vergleichsweise niedrigen Preise und das kalte Wetter mobilisieren die bislang abwartenden Käufer. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt eine sehr hohe Kaufbereitschaft auch für die nächsten Tage. Der Preisoptimismus ist etwas geschrumpft. Nur noch drei Viertel der Kaufinteressenten rechnen damit, dass die Heizölpreise weiter fallen werden. Vor einer Woche waren es noch über 90 Prozent der Stimmen.

Die Charttechnik zeigt im kurzfristigen Bild (3 Monate) einen Abwärtstrend seit Jahresbeginn. Der deutliche Aufwärtstrend seit dem Sommer bleibt jedoch intakt, während die noch längeren Zeitintervalle (12/36 Monate) eher eine Seitwärtsbewegung nahelegen.

Was tun? Heizöl ist, wie der Ölmarkt insgesamt, derzeit nur ein Spielball externer Einflüsse, die unkalkulierbar erscheinen. Wer also mit einem längeren Winter rechnet, sollte die aktuelle Preisdelle nutzen und seinen Bedarf zumindest mit einer Teilmenge (1.000 bis 1.500 Liter) decken. So bleibt die Chance erhalten, einen möglichen weiteren Preisrückgang zu nutzen, aber auch die Freiheit, auf einen weiteren Preissprung oder einen späten Kälteeinbruch nicht mehr reagieren zu müssen.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.