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Heizölpreise: US-Bestandsdaten leiten eine Aufwärtskorrektur ein

Internationaler Markt


Die US-Bestandsdaten von gestern gaben dem Markt preistreibende Impulse. Der Abbau der Rohölbestände war erwartet worden, da die Raffinerien gut ausgelastet sind und sich für die laufende Fahrsaison in den USA wappnen. Sonstige Impulse gab es keine. Der Euro konnte erneut zulegen, allerdings sind sich die Analysten einig, dass das Drama um Griechenland, insbesondere durch die Unklarheit der weiteren Entwicklung, negative Auswirkungen auf die Gemeinschaftswährung hat. Die Bestandsdaten von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute), den beiden für die Erhebung zuständigen Institutionen, lauten wie folgt:

Rohöl: -2,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,3 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +1,1 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,0 Mio. Barrel (API)
Benzin: -3,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. -3,6 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 5,0 (DOE) bzw. 2,3 (API) Mio. Barrel gegenüber der Vorwoche. Die Raffinerieauslastung stieg auf 94 Prozent. Das ist ein sehr hoher Wert, der den Rückgang in den Rohöllagern nahelegt. Die Gesamtbestände befinden sich auch nach dem dritten Rückgang in Folge auf extrem hohem Niveau, wie diese Grafik zeigt.

Die Ölbörsen bestätigen heute Morgen die Schlusskurse von gestern und bewegen sich in gleicher Weise weiter. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 577,75 Dollar Tendenz: steigend. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 58,25 Dollar Tendenz: steigend und in London zu 63,01 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9137 Euro Tendenz: fallend. Damit kostet der Euro 1,0945 Dollar Tendenz: steigend.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise verhalten sich uneinheitlich. In Summe bewegen sie sich wenig, meistens steigen sie leicht. Damit hat sich die preisliche Gefahr durch die US-Bestandsmeldungen verwirklicht. Die kurz- und mittelfristigen Trends haben wir dennoch von Aufwärts auf Seitwärts geändert. Jetzt kaufen die Heizölnutzer wieder etwas mehr, um einem neuen Preisanstieg zu entgehen.

Im Binnenmarkt schlagen die deutschen Verbraucher wieder verstärkt zu. Der Preisnachlass gibt zwar einen entsprechenden Anlass, allerdings glaubt immer noch eine deutliche Mehrheit unserer Nutzer an fallende Heizölpreise. Zurzeit werden Bestellungen auf leicht überdurchschnittlichem Niveau vorgenommen. Das korrespondiert mit der Hoffnung auf günstigeres Heizöl. Diese hat sich nicht geändert. Gestern wie heute Morgen kam die Umfrage auf einen Wert von 87 Prozent. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau für die Kaufbereitschaft (akzeptabler Kaufpreis), das andere auf einem hohen Wert für die Hoffnung auf fallende Heizölpreise.

Das mathematische Tiefpreis-System steht in ganz Deutschland auf Rot. Dieser Umstand unterstützt die Markthaltung der Beobachter. Die Signale werden definitiv wieder kommen. Es ist gut möglich, dass die Preise dann tatsächlich tiefer liegen als heute.

Die Trendkanäle sind nun in den kurz- und mittelfristigen Bereichen auf Seitwärts gedreht. In den längerfristigen Ansichten zeigen sie Wimpel. Das sind Konstellationen, die auf eine bevorstehende Neuausrichtung der Ölpreise hindeuten. Danach kann es aufwärts oder abwärts gehen. Beides ist möglich. Wir sehen längerfristig wieder Preispotenzial nach unten.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

  1. Heizölpreise von: esyoil.com