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Heizölpreise: Finanzjongleure erreichen Kursziele

Internationaler Markt


Wir gelangen zum Ende einer Woche, die sich durch steigende Ölpreise auszeichnete. Bis gestern. Für einen kurzen Zeitraum hat Rohöl der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) die 50-Dollar-Marke geknackt. Seitdem kommt es zu einem von vielen erwarteten Effekt: Die Rohölpreise sinken aufgrund von Gewinnmitnahmen. Das geschieht umso deutlicher, weil am nächsten Montag in den USA mit dem Memorial Day ein Feiertag begangen wird. Vor einem langen Wochenende scheuen die Spekulanten sehr riskante Manöver.

Aus dem physischen Ölmarkt wurde die börsengemachte Preisrallye von mehreren Ereignissen unterstützt. Die Waldbrände in Kanada und der Streik der Öl-Raffinerien in Frankreich sind zwei der preistreibend wirkenden Geschehnisse. Während die Waldbrände in Kanada langsam unter Kontrolle geraten, spitzt sich die Lage in Frankreich weiter zu. Inzwischen sind 20 bis 30 Prozent der Tankstellen ohne Benzin. Und es sieht nicht danach aus, dass die gegen die Arbeitsmarktreformen der sozialistischen Regierung streikenden Arbeiter von ihrer Strategie abweichen. Die Frage ist allerdings, ob der Streik sich tatsächlich auf die Ölpreise auswirkt. Wahrscheinlicher und aktuell schon zu beobachten sind zunächst steigende Benzinpreise in Frankreich. Bestreikte Raffinerien könnten sogar die Nachfrage Frankreichs nach Rohöl temporär verringern.

Wer im Ölmarkt in die Zukunft schaut, dem fällt das Meeting der OPEC in Wien in der nächsten Woche auf. Vorab fehlen jedoch Meldungen über Pläne zur Begrenzung der Öl-Produktion. Vielmehr wird von diesem regelmäßigen Meeting eine Diskussion darüber erwartet, wer den Posten des Generalsekretärs Abdalla Salem el-Badri übernimmt, der sein Amt niederlegen möchte. Ein Effekt auf die Ölpreis-Entwicklung wird allgemein nicht erwartet.

So sinken die Ölpreise an diesem Freitagmorgen leicht weiter. Eine Tonne Gasöl kostet aktuell 443,75 Dollar Tendenz: fallend. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 49,13 Dollar Tendenz: fallend und in London zu 49,23 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8937 Euro Tendenz: fallend. Damit kostet der Euro 1,1190 US-Dollar Tendenz: steigend.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise sinken wieder leicht. Noch muss man in der aktuellen Heizölpreis-Tendenz genau hinsehen, um die vorsichtige Preisbewegung zu erkennen. Die 3-Monats-Ansicht verschafft allerdings Klarheit über den Abwärtsknick. Der aktuelle Heizölpreis ist aber heute im Mittel etwas teurer als zum Wochenbeginn.

Nach dem gestrigen Feiertag in Süddeutschland ist heute wieder mehr Aktivität im Markt. Preisbeobachter kaufen verstärkt Heizöl. Das erkennen Sie an unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl. Es zeigt eine sehr hohe Kaufbereitschaft an. Gleichzeitig glaubt nur eine leichte Mehrheit unserer Leser an sinkende Preise. Insgesamt sind diese zwei Informationen als Kaufsignal zu werten.

Die Trends haben der zurückliegenden Aufwärtsbewegung des Heizölpreises gerade eben standgehalten. Der Trendkanal in der 36-Monats-Ansicht wurde sogar leicht durchbrochen. Eine leichte Aufwärtskorrektur des Abwärtstrends wird in der nächsten Zeit notwendig. Das ist zwar keine Trendwende, aber ein Zeichen dafür, dass die langfristige Abwärtstendenz der Preise nicht mehr so eindeutig ist.

Unser praktischer Ratschlag lautet daher: Wenn Sie auf Sicherheit Wert legen, ist es eine gute Entscheidung heute zu kaufen. Theoretisch sind weitere Preisnachlässe über das kommende Wochenende hinweg möglich. Wer gerne etwas mehr auf Top-Preise spekuliert, sollte noch mit dem Kauf warten. Achten Sie aber bitte darauf, stets genügend Heizöl in Ihrem Tank zu haben.

Nur wenn Sie genau wissen, wieviel Heizöl in Ihren Tank passt, können Sie den optimalen 100-Liter-Preis bei Ihrer nächsten Bestellung erzielen. Unser e-Peilstab zeigt Ihnen sauber und exakt, wie groß der Freiraum in Ihrem Tank ist.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.