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Heizölpreise trotz Anstiegs sehr attraktiv

Internationaler Markt


In den letzten zwei Handelstagen zogen die Ölnotierungen spürbar an. Bei Rohöl der Sorte Brent handelt es sich um den stärksten Anstieg der letzte drei Monate. Für Verbraucher klingt das übel. De facto ist es belanglos. Es handelt sich lediglich um die Teilkorrektur einer übertrieben steilen Abwärtsbewegung.

Nach Lage der Dinge ist ein Abwärtstrend plausibel, da der Markt gut versorgt und die globale Wirtschaft schwach aufgestellt ist. Die Finanzszene neigt allerdings dazu, die Situation zu dramatisieren. Die Überversorgung ist kaum messbar. So ist die Reservekapazität der OPEC mit gut zwei Mio. Barrel pro Tag (September 2014) vergleichsweise gering. Vor vier Jahren, als der Rohölpreis auf einem ähnlichen Niveau war wie heute, betrug sie gut fünf Mio. Barrel pro Tag. Die gefühlte Überversorgung ergibt sich, weil die Produktionskapazität derzeit schneller wächst als die Nachfrage. Daraus kann man einen Preisabgang ableiten. Aber muss es gleich ein radikaler Preisverfall sein?

In ihm spiegelt sich der ganze Wahnsinn des Finanzmarkts. Dieser ist vollkommen sinnlos aufgeblasen. Er hat jedwede Bindung zur Realwirtschaft verloren. Weil das der Finanzszene bewusst ist, reagiert sie hysterisch. Es ist gut möglich, dass die Gegenbewegung der letzten Tage ein Zeichen dafür ist, dass die Szene ihre Hysterie bändigt. Sollte das geschehen, dürfte sich ein deutlich weniger steiler Abwärtstrend der Ölnotierungen etablieren.

Heute Morgen sieht man an den Ölbörsen Bewegungen, die frei von Hysterie sind und ein wenig abwärts weisen. Das ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Aus ihr lässt sich keine allgemeine Tendenz ableiten. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 739,25 Dollar Tendenz: steigend. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 83,06 Dollar Tendenz: steigend und in London zu 86,16 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7841 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,2754 Dollar Tendenz: fallend.

Nationaler Markt


Unsere Heizölpreise steigen. Sie haben ihr sensationelles Tief hinter sich gelassen. Die Preise liegen aber immer noch unter allem, was bis zur letzten Woche seit 2011 geboten wurde, wie der Jahresvergleich zeigt. Insofern haben wir Kaufpreise.

Der Binnenmarkt ist sehr belebt. Die Fähigkeiten des Handels werden gleichwohl nicht überfordert. Die Lieferzeiten sind weiterhin passabel. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht wieder auf der höchsten Stufe. Das war im Moment der tiefsten Preise nicht der Fall.

In dem Moment war die Einschätzung zur Preisentwicklung extrem positiv. Fast die gesamte abstimmende Leserschaft sah noch tiefere Preise kommen. Das ist nur allzu menschlich. Schließlich steckt die Gier in jedem von uns. Die Kunst ist, diese zu bändigen. Eine kleine Gruppe von Kunden hat das geschafft und optimal eingekauft. Vielleicht war es Glück. Aber das gehört auch zur Spekulation. Das Gros der Käufer kam danach, als die Preisdrehung offensichtlich wurde. Die Preisentwicklung wird immer noch positiv gesehen, aber nicht mehr in der großen Mehrheit wie zuvor.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt ein gefühltes Dauerkaufsignal. Nun deckt es sich wieder mit dem Kaufverhalten der Kunden. Und es steht nicht im Widerspruch zur Preiseinschätzung unserer Leser. Wer weiterhin auf tiefere Preise setzt, braucht mittlerweile starke Nerven und einen ordentlich gefüllten Tank, um eine unbekannt lange Zeit zu überbrücken.

Die Preistrends weisen in allen relevanten Bereichen abwärts. Das ist natürlich eine Einladung, weiter auf noch attraktivere Preise zu spekulieren. Viele potenzielle Käufer folgen ihr. Man sollte diese Spekulation aber nicht überziehen, sonst kann sie in einem persönlichen Misserfolg enden. Die Geschwindigkeit einer Preisbewegung funktioniert sowohl im Abwärts- als auch im Aufwärtslauf. Der Beleg dafür ist die 3-Monats-Ansicht unserer Heizölpreis-Tendenz.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.