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Heizölpreise: Dollar steigt trotz schlechter US-Wirtschaft

Internationaler Markt


Seit einem Monat ziehen die Ölpreise an. Die Aufwärtsfahrt gilt als überzogen. Dies ändert aber nichts an der faktischen Richtung. Gestern ging es bei mäßigem Handel weiter nach oben. Diesmal waren es die Waldbrände in Kanada, die zu steigenden Rohölpreisen führten. Auch Libyen spielte seine Rolle. Hier waren es die Brände des Krieges, dort waren es die Brände der Natur, die für Verknappungsphantasien an den Ölmärkten sorgten. Auch wenn die Realität brennt, an den Börsen bleiben diese Impulse wahrscheinlich Strohfeuer. Von einer Knappheit an Öl kann zurzeit nicht die Rede sein.

Am Devisenmarkt reagierten die Analysten auf die steigenden Ölpreise mit der Hoffnung auf Wirtschaftswachstum. Steigt der Ölpreis, wird vermeintlich mehr verbraucht. Wird mehr Öl verbraucht, brummt die Wirtschaft. Der aufmerksame Leser wird bemerken, dass eine herbeigeredete Verknappung nicht gleichbedeutend mit einem Mehrverbrauch ist. Und Zweifel sind auch bei dem Glaubenssatz angebracht, dass ein Mehrverbrauch an Öl für eine brummende Wirtschaft steht. Börsen reagieren mitunter sehr unlogisch. Am Ende stieg der Dollar trotz hoher Arbeitslosenanträge in den USA. Dies ist zwar unlogisch, bleibt aber ein Fakt. Beides, Ölpreis und Dollar haben sich gestern gegen die Interessen des deutschen Heizölverbrauchers entwickelt.

Heute Morgen geht es bergab. Die Notierungen steigen erheblich tiefer ein als sie gestern aus dem Handel gingen. Damit sind die Steigerungen von gestern mehr als annulliert. Aktuell kostet eine Tonne Gasöl 391,00 Dollar Tendenz: fallend. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 43,84 Dollar Tendenz: fallend und in London günstiger zu 44,64 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8772 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,1400 US-Dollar Tendenz: fallend.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise steigen leicht. Die Kombination aus steigenden Ölpreisen und steigendem Dollar hätte aber auch stärkere Auswirkungen haben können. Heute Morgen drehen sie bereits. Der Heizölpreis bewegt sich immer noch in der Mitte unseres 12-Monatstrends der Heizölpreis-Tendenz. In der 3-Monatsansicht liegt bereits seit längerer Zeit ein Aufwärtstrend vor.

Der heimische Heizölmarkt ruht. Das liegt am gestrigen Feiertag und den sommerlichen Temperaturen. Die Nutzer, die sich zurzeit um ihre Heizölversorgung kümmern, halten sich mit dem Kauf zurück. Das ist wunderschön an unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl abzulesen. Die hier ermittelte Kaufbereitschaft steht aktuell auf einem durchschnittlichen Niveau. Die Kaufbereitschaft ist mittelstark ausgeprägt. Die Lesereinschätzungen kommen mit einem Votum von 86 Prozent für fallende Heizölpreise auf eine deutliche Mehrheit. Zwar ist der Wert erneut um 2 Prozentpunkte gefallen. Er bleibt aber eindeutig. Beide Instrumente interpretieren wir als Empfehlung unserer Kunden mit dem Heizölkauf zu warten.

Unser mathematisches Tiefpreis-System zeigt keine Kaufsignale an. Dies ist aufgrund der Preissteigerungen der letzten Wochen auch nicht wahrscheinlich. Der Heizölpreis ist aber gegenüber den Vorjahren immer noch als günstig zu bezeichnen.

Die Preistrends zeigen nur noch in den längerfristigen Zeiträumen abwärts. Der 3-Monatstrend verläuft aufwärts. In der 12-Monatsansicht ist der Aufwärtstrend stabil. Es sieht so aus, als würde jedes Warten zurzeit zu einem teureren Kauf führen. Dies spricht für einen schnellen Kauf.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, gehen Sie das Risiko ein, die Heizölpreise noch ein paar Tage zu beobachten. Es könnte sich lohnen. Allerdings ist heute Morgen bereits die erste Abwärtsbewegung zu beobachten gewesen. Haben Sie eine Abneigung gegen Spekulationen, dann kaufen Sie sofort, denn zurzeit bedeutet warten, dass man später mehr zahlen muss. Wenn Sie hingegen genügend Heizöl im Tank haben, spekulieren Sie auf eine weitere Abwärtsbewegung. Im Laufe des Jahres könnten wir noch günstigere Heizölpreise als die aktuellen zu sehen bekommen. Denn die Gerüchte um die Begrenzung der Verknappung haben sich in keiner Weise bewahrheitet.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.