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Heizölpreise: Nach dem Tief noch attraktiv

Internationaler Markt


Die Panikattacken der Börsianer sind verflogen. Der Ölpreisabgang ist gestoppt. Ein paar freundliche Wirtschaftsdaten und Spekulationen darüber, dass die OPEC ihr Angebot doch kürzen könnte, sorgten gestern für steigende Notierungen. Damit bekommen die Ölcharts (Rohöl, Gasöl) einen anderen Charakter. Einstweilen deutet alles auf einen seitwärtsgerichteten Fortgang der Preisentwicklung hin.

Der Sachverhalt, aus dem die Möglichkeit einer OPEC-Kürzung abgeleitet wird, bietet allerdings wenig Substanz. Er könnte genauso gut für das Gegenteil stehen. Man bezieht sich darauf, dass Saudi Arabien im September weniger Öl geliefert als produziert hat. Wurde das Angebot nun gekürzt oder konnte es nicht abgesetzt werden? Wurde dem Markt etwas vorenthalten oder ist der Markt gesättigt? Das sind wunderbare Fragen für die Finanzszene. Wenn diese das Geschehen bestimmen, muss es gut um die Welt stehen.

Die Brisanz der Frage legt nahe, dass sie die Ölpreise noch einige Zeit ohne nennenswerten Gesamteffekt zum Schwingen bringen wird. Heute Morgen ist das entsprechende Muster zu erkennen. Es ging bereits ab und auf, so dass zur Stunde keine Änderung gegenüber dem Start zu erkennen ist. Ähnlich sieht es beim Dollar aus. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 741,50 Dollar Tendenz: steigend. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 81,70 Dollar Tendenz: steigend und in London zu 86,51 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7901 Euro Tendenz: fallend. Damit kostet der Euro 1,2657 Dollar Tendenz: steigend.

Nationaler Markt


Unsere Heizölpreise schwingen ein wenig aufwärts. Der steile Abwärtstrend neigt sich seinem Ende zu. Morgen werden wir das grüne Trendband in der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreistendenz vermutlich neu aufsetzen müssen.

Der Binnenmarkt ist gut belebt. Die Fähigkeiten des Handels werden gleichwohl nicht überfordert. Die Lieferzeiten sind nun allerdings länger als üblich. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht wieder auf der höchsten Stufe.

Der Glaube an günstigeres Heizöl ist wankelmütig. Die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung schwankt von Tag zu Tag deutlich. Sie folgt der Preisentwicklung selbst. Abwärts macht Hoffnung, aufwärts dämpft diese. Gestern reagierten die Leser auf die kleine Abwärtsbewegung des Vortags. Die Teilnahme an der Abstimmung sinkt, da ein nennenswerter Teil der Beobachter mittlerweile gekauft hat.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal mehr. Das deckt sich nicht mit dem Verhalten der Käufer. Gleichwohl ist dieses Verhalten plausibel. Nun handeln diejenigen, die die Hoffnung auf tiefere Preise aufgeben. Wer diesem natürlichen Reflex trotzt und weiterhin auf tiefere Preise setzt, braucht starke Nerven und einen ausreichend gefüllten Tank. Das Auftreten eines neuen Preistiefs in diesem Winter ist alles andere als sicher.

Die Preistrends weisen in allen relevanten Bereichen abwärts. Das ist natürlich eine Einladung, weiter auf noch attraktivere Preise zu spekulieren. Man sollte diese Spekulation aber nicht übertreiben, sonst kann sie in einem persönlichen Misserfolg enden.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.