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Heizölpreise: Da bewegt sich nicht viel

Internationaler Markt


Falls Öl in den kommenden Wochen teurer wird, muss keine Ursachenforschung betrieben werden. Jeder weiß, dass es die US-Sanktionen gegen den Iran sind. Die Angelegenheit würden US-Bürger stärker spüren als andere Bewohner reicher Länder, denn die Ölpreissteigerung wird in annähernd gleicher Höhe bei Rohöl, Benzin und Heizöl auftreten. Das liegt an den geringen Mineralölsteuersätzen in den USA.

Um den zu erwartenden Zorn des Volks und die Ölpreise etwas zu dämpfen, will die US-Administration einen Teil der strategischen Reserven im November freigeben. Es handelt sich dabei um Symbolpolitik, denn die Fehlmengen aus den Iran-Sanktionen lassen sich damit nicht stopfen.

Ob Öl mit den Sanktionen tatsächlich fehlen wird, ist noch unklar. China und Iran scheinen gut vorbereitet zu sein. Mittlerweile existiert eine iranische Tankerflotte samt Transportversicherung, die vollkommen unabhängig von US-amerikanischem Einfluss agieren kann. Es ist also möglich, dass das iranische Exportgeschäft nicht sterben wird, sondern lediglich einen anderen Adressaten bekommt.

Unter Finanzjongleuren wird die Versorgungslage offensichtlich entspannt eingeschätzt. Das ergibt sich aus umfangreichen Verkäufen von Longpositionen, das sind Papiere auf steigende Kurse, und aus den öffentlich vorgetragenen Einschätzungen zu den Ölströmen. Da werden zwar Fehlmengen wegen der Iran-Sanktionen einkalkuliert. Die sollen aber größtenteils aus dem OPEC-Kreis substituiert werden. Der fehlende Rest wird von der üppig wachsenden US-Produktion erwartet. In dieser Rechnung wird die mangelhafte Transportsituation in den US-Ölregionen aufgrund ungenügender Pipeline-Kapazitäten allerdings schöngeredet. Die Banker sehen diese ab 2019 als gelöst an. Von der Ölindustrie wird hingegen das Jahr 2023 für die Fertigstellung aller Projekte genannt.

Nach dem starken und preisdämpfenden Anstieg der US-Ölvorräte, der in der letzten Woche publik wurde, rechnen Experten für diese Woche mit Meldungen über abnehmende Ölbestände. Daraus ergäbe sich ein bullischer Impuls für die Preisbildung. Sollten darüber hinaus die in dieser Woche angesetzten Gespräche zur Sondierung einer Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China freundlich verlaufen, käme ein weiterer bullischer Einfluss hinzu. Mit freiem Handel wird allgemein ein stärkerer Ölverbrauch verknüpft.

Gestern nahmen die Ölpreise geringfügig zu. Heute Morgen herrscht an den Börsen eine ähnliche Stimmung. Insgesamt sieht es gleichwohl eher nach einer Seitwärts- als einer Aufwärtstendenz aus.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 66,73 Dollar Tendenz: steigend und das Barrel Brent zu 72,20 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 648,00 Dollar Tendenz: steigend. Der US-Dollar kostet 0,8677 Euro Tendenz: fallend. Damit kostet der Euro 1,1521 Dollar Tendenz: steigend. Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise setzen ihren kurzfristigen Seitwärtstripp fort. Um den zu halten, ist nun eine kleine Abwärtsbewegung dran, wie der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist. Das passt zur momentanen Marktlage. Sie wirkt recht entspannt. Insgesamt bleibt die Ölpreisbildung aber eine Wundertüte.

Das Heizölgeschäft im Binnenmarkt zeigt sich etwas belebter als zuvor. Kunden erkennen die aktuelle Erfolgsschwäche der Spekulation. Die Orderzahlen nehmen zu. Die Spekulation auf sinkende Preise ist wechselhaft. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf hohem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem durchschnittlichen Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends lassen Verbraucher im Ungewissen. Zweimal Abwärts und viermal Aufwärts sind in den verschiedenen Zeitstufen zu finden. Wirklich standhaft ist nur die Zehn-Jahres-Ansicht mit dem Dauer-Abwärtsmodus.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Sie keine spekulativ eingestellte Persönlichkeit sind, sollten Sie sich durch einen Kauf Ruhe verschaffen. Spekulanten mögen indes weiterhin ihrer Hoffnung auf günstigeres Heizöl folgen. Vielleicht eskaliert ja der Streit zwischen den USA und China. Dann würden die Preise purzeln.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.