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Heizölpreise 20 Prozent unter Vorjahr

Internationaler Markt


Bei 50 ist Schluss. Gemeint ist weder eine Ruhestandsgrenze noch ein Tempolimit. Gemeint ist der Preis in US-Dollar für ein Barrel Rohöl. Die Feststellung hat Gewicht, denn sie kleidet eine neue Phase der Ölpreisbildung in Worte. Nach einem Preisanstieg wie in den besten Zeiten des Peak-Oil-Hypes mit einer Steigerung um fast 100 Prozent während des ersten Halbjahres relativiert sie nun die Sorge vor einem Durchmarsch zu alten Preisspitzen. Peak Oil ist definitiv kein Thema mehr.

Thema ist indes die fallende Produktion in den USA. Während diesem Umstand eine gewisse Dauerhaftigkeit zugeschrieben werden kann, sind Produktionsrückgänge in Nigeria, Kanada und Irak temporäre Erscheinungen, die nach aktuellem Kenntnisstand so gut wie überwunden sind. Immerhin dienten diese Themen als Preistreiber im ersten Halbjahr. Dass die Ölversorgung dadurch nicht mal in die Nähe von Engpässen geriet, ist dem weiteren Aufbau der Produktionen im Iran und in Saudi-Arabien zu verdanken. Insgesamt wird heute mehr Öl gefördert als zu Jahresbeginn.

Die Überversorgung des Markts wurde und wird von Finanzjongleuren trotzdem immer wieder infrage gestellt. Für die Überversorgung spricht, dass die weltweiten Öllager noch nie so voll waren wie heute und dass Saudi-Arabien schon wieder Rabatte für einige Lieferdestinationen ausruft. Für eine länger andauernde Überversorgung spricht zudem, dass die US-Förderung bei Rohölpreisen ab 50 Dollar pro Barrel wieder zunehmen wird.

Selbstverständlich ist die Eingangsaussage kein vertragliches Statement. Eine solche Form von Verlässlichkeit existiert im Umfeld von börsengetriebenen Preisbildungen nicht. Insofern kann die Dauerhaftigkeit des in dem Satz formulierten Anspruchs nur mit der Zeit unter Beweis gestellt werden. Gleichwohl können wir die Aussage als Grundlage für eine zu fällende Kaufentscheidung empfehlen. Ergänzen können wir sie um die Bemerkung, nach unten ist das Preispotenzial recht gering. Das spricht für recht verhaltene Preisbewegungen in der zweiten Jahreshälfte.

Heute Morgen sehen wir die Notierungen an den Ölbörsen schon wieder um und in der Nähe von 50 Dollar pendeln. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 437,25 Dollar Tendenz: fallend. Das Barrel Rohöl der Sorte WTI (West Texas Intermediate) wird zu 48,45 Dollar Tendenz: fallend und das Barrel Brent zu 49,88 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9021 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,1085 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise geben nach, wie der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist. Die Grafiken für die kürzeren Zeitbereiche unterstreichen die These vom sich vollziehenden Übergang zu einer Seitwärtsbewegung der Preisentwicklung. Das Preismaß dürfte in den nächsten Monaten bei 50 Cent pro Liter für eine Liefermenge von 3.000 Liter liegen.

Der Binnenmarkt läuft mit angezogener Bremse. Kurzzeitig lockt er einige Beobachter zum Kauf, die Sorge vor weiterer Preissteigerung haben. Generell ist das Interesse für Heizöl in diesen Tagen aber gering. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf mittlerem Niveau für die Kaufbereitschaft, das andere auf dem üblichen Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Das mathematische Tiefpreis-System hat die gestern und vorgestern eingeschalteten Kaufsignale mit einer Ausnahme wieder abgeschaltet. Die esyoil-Formel wird in einem seitwärts schwingenden Markt häufiger kurze Signale liefern.

Die Preistrends sind mehrdeutig. Kurzfristig liegt ein Seitwärtstrend vor, mittelfristig ein Aufwärtstrend. Längerfristig weisen die Kanäle dagegen noch abwärts. Vor allen Dingen dieser Umstand speist die Hoffnung auf günstigere Heizölpreise weiterhin. Das liegt in Deckung mit der Angebotslage am Markt. Das Risiko für eine gegenläufige Preisentwicklung ist aber vorhanden.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank eine Füllung verlangt oder Sie zum Ärger über verpasste Chancen neigen, verschaffen Sie sich durch einen Kauf einfach Ruhe! Der Heizölpreis ist hinlänglich günstig und hat nur wenig Verbesserungspotenzial.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.