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Nachrichten

Heizölpreise wenig bewegt

Internationaler Markt


Osterwochen sind Ferienwochen. Das macht sich auch an den Ölbörsen bemerkbar. Da geht nicht viel, weder beim Handelsvolumen noch bei den Preisen. Die Nachrichtenlage ist auch nicht besser. Damit lassen sich die Ölpreise tatsächlich nicht bewegen, die Heizölpreise auch nicht. Die Finanzszene blickt paralysiert auf die Atomverhandlungen mit dem Iran. Wenn die Vorstellung abgeschlossen ist, mit welchem Ergebnis auch immer, wird es keine neue Lage geben, denn mit oder ohne die im Iran gebunkerten Ölmengen ist der Markt überversorgt.

Man kann noch einen Schritt weiter gehen und selbst den an das Atom gekoppelten Teil der Energieversorgung im Iran relativieren. Mittlerweile gibt es andere Möglichkeiten, den gewünschten Strom zu erzeugen. Sonne und Wind wären dafür im Iran in Kombination mit dem zuhauf vorhandenen Gas sogar geeigneter als hierzulande, wo mittlerweile mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Atomenergie generiert wird, weltweit übrigens auch. Im Iran werden Sonne und Wind so gut wie gar nicht genutzt. Mit Wasserkraft wird allerdings fast vielmal so viel Strom erzeugt wie mit Atomkraft. Man kann das Thema Atomenergie wenden und drehen wie man will. Die immer wieder postulierte, ausschließlich friedliche Nutzung ist eine Farce. Die Technik macht ohne militärische Interessen keinen Sinn. Friedliche und militärische Nutzung bilden hier eine Zwangsgemeinschaft. In einem souveränen Staat ist die saubere Trennung zudem nicht kontrollierbar.

Es ist vollkommen klar, dass der Iran mit dem Atom militärische Interessen verbindet. Das ist nicht gleichbedeutend mit dem geradlinigen Streben nach der Bombe. Diese kann als bloße Option angesehen werden. Aus Sicht eines souveränen Staates ist daran nichts verwerflich, insbesondere wenn andere souveräne Staaten über einen entwickelten atommilitärischen Komplex verfügen. Zum Schutz vor atomaren Bedrohungen der Menschheit wird man à la longue andere Methoden finden müssen als die Hegemonie, zumal diese asymmetrische Kräfte ins Kraut sprießen lässt, die ihrerseits nach Atomwaffen streben. Vor diesem Hintergrund sind die Atomverhandlungen mit dem Iran eine ziemlich theatralische Angelegenheit, wie so vieles in der Politik.

Zurück zu Öl und Devisen. Heute Morgen tut sich auf diesem Gebiet nicht viel. Ölnotierungen streben seitwärts. Der Dollar gewinnt ein wenig an Wert. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 528,00 Dollar Tendenz: fallend. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 47,85 Dollar Tendenz: fallend und in London zu 55,62 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9279 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,0777 Dollar Tendenz: fallend.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise könnten mit den Vorgaben der Börsen ein wenig steigen. Das ist nicht der Fall, wie der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist. Die Bewegung macht gleichwohl Sinn, denn gestern gaben die Preise ungenügend nach. Mit ihrer Trägheit scheinen sie ein gewisses Eigenleben gegenüber dem internationalen Markt zu entwickeln. Gänzlich entkoppeln werden sie sich nicht. Sie werden im April eher wieder den Börsenbewegungen nacheilen.

Im Binnenmarkt geht es in dieser Woche ruhig zu. Bestellungen kleckern kläglich herein. Was bleibt, sind Hoffnungen auf tiefere Preise. Die sind mit dem gestrigen Abgang erwartungsgemäß gewachsen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf mittlerem Niveau für die Kaufbereitschaft, das andere auf einem deutlichen Mehrheitswert für die Erwartung an fallende Heizölpreise.

Preisbeobachter werden sich vermutlich vom mathematischen Tiefpreis-System in ihrer Kaufzurückhaltung bestätigt fühlen. Aber Achtung, in ein paar Regionen gibt es Kaufsignale. Anderswo werden diese definitiv wieder kommen. Ob der Preis dann wirklich tiefer liegt als heute, ist wie immer nicht gewiss.

Die Preistrends weisen nur in den längerfristigen Bereichen abwärts. Die Konstellation legt eine Spekulation auf fallende Ölpreise nicht unbedingt nahe, die Überversorgung des realen Markts hingegen schon. Die Heizölpreis-Entwicklung befindet sich nach unserer Einschätzung in einer 55/45 Situation für fallende Preise.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

  1. Heizölpreise von: esyoil.com