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Heizölpreise sinken leicht nach US-Bestandsdaten



Internationaler Markt


Gestern sorgten die Zahlen des DOE (Department of Energy) für einen Preisrutsch bei Rohöl und Ölprodukten. Die zuvor vom API (American Petroleum Institute) gemachten Aussagen und die Erwartungen der Analysten wurden vom DOE zum Teil widerlegt bzw. enttäuscht. Besonders bei den Rohöl- und Benzinbeständen wurden die Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Dadurch fiel die Reaktion stärker aus, als sie es auf Grundlage der Daten dürfte.

Im Einzelnen wurden von den berichtenden Institutionen DOE und API folgende Werte gemeldet:

Rohöl: +2,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +4,5 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +0,1 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,8 Mio. Barrel (API)
Benzin: +0,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. -2,2 Mio. Barrel (API)

In Summe ergeben sich Aufbauten von +2,6 Mio. Barrel (DOE) bzw. von +1,5 Mio. Barrel (API) gegenüber der Vorwoche. Die Raffinerieauslastung fiel auf knappe, aber immer noch sehr gute 93 Prozent. Die US-Nachfrage nach Heizöl und Diesel stieg leicht. Die Nachfrage nach Benzin blieb nahezu unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Nachfrage nach allen Produkten auf dem Vorjahresniveau.

Die Rohölbestände stiegen, obwohl ein Abbau von Analysten erwartet wurde und der Abbau bei den Benzinbeständen, die das API zunächst prognostizierte, wurden nicht bestätigt. Diese Mischung reichte aus, um einen kleinen Preisnachlass zu erzeugen. Letztlich überzeugt die Reaktion an den Märkten aber nicht, weil der Aufbau beim Rohöl durch die geringere Raffinerieauslastung plus gestiegener Importe erklärbar und ansonsten nicht viel passiert ist.

An den Devisenmärkten läuft es zurzeit schlecht für die europäische Gemeinschaftswährung. Zum einen stehen die chartanalytischen Indikatoren gegen den Euro, was Gewinnmitnahmen begünstigt und zum anderen gehen immer mehr Analysten von einer weiteren Zinsanhebung in den USA aus, was sich stärkend auf den Dollar und schwächend auf den Euro auswirken wird.

Heute Morgen tut sich an den Ölbörsen wenig. An den Devisenmärkten geht es leider mit dem Euro weiter abwärts. Das ist schlecht für den deutschen Heizölverbraucher. Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 46,87 Dollar Tendenz: fallend und das Barrel Brent zu 49,11 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 435,00 Dollar Tendenz: gleichbleibend. Der US-Dollar kostet 0,8868 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,1276 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise bewegen sich wenig. Die leichten Abschläge vom Ölmarkt werden von der Teuerung des Dollars zum Teil aufgefressen. Im 12-Monatstrend unserer Heizölpreis-Tendenz laufen die Preise im oberen Drittel des Trendkanals. Ein weiterer Preisverfall lässt auf sich warten.

Der heimische Heizölmarkt kommt fast zum Erliegen. Das allgemeine Interesse ist sehr gering. Diejenigen, die sich jetzt um den Heizölkauf kümmern müssen, greifen unterdurchschnittlich zu. Der aktuelle Stand ist an unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl abzulesen. Die Lesereinschätzungen kommen mit einem Votum von 82 Prozent für fallende Heizölpreise auf eine ordentliche Mehrheit. Der Wert ist von 91 Prozent um deutliche 9 Prozentpunkte gefallen. Aber insgesamt können, wegen des niedrigen Interesses, beide Informationen kein deutliches Bild für oder gegen einen Heizölkauf abgeben. Hieraus ist zurzeit keine Empfehlung abzuleiten.


Der schwache Abwärtstrend im mittelfristigen Bereich (12 Monate) ist wenig aussagekräftig. Im kurzfristigen Zeitraum (3 Monate) hat sich ein sehr dynamischer Aufwärtstrend etabliert. Auch die Abwärtsbewegung innerhalb des Trends kommt erneut ins Stocken. Die Gesamt-Konstellation spricht für einen baldigen Heizölkauf, weil weiteres Warten zu höheren Heizölpreisen führen kann.


Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wer auftanken muss, darf jetzt kaufen. Dieser Schluss ist zwar nicht zwingend. Die Alternative sieht aber nicht verlockend aus. Aktuell besteht eine relativ hohe Gefahr dafür, dass die Preise weiter steigen könnten. Wer hingegen noch ordentlich Heizöl im Tank hat, kann abwarten und auf ein Platzen der Gespräche der OPEC mit Russland hoffen. Dann könnten die Heizölpreise im Herbst günstiger werden.