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Heizölpreise ruhig, Spekulationen orientierungslos

Internationaler Markt


Am vergangenen Freitag passierte an den Ölbörsen wenig. Das kann, betrachtet man die letzte Woche, bereits als Gewinn betrachtet werden. Trieben die Spekulanten die Ölpreise am Donnerstag in die Höhe, verharrten sie vergleichsweise lahm, aber auf hohem Niveau am Freitag. Der physische Ölmarkt ist und bleibt gut versorgt. Allein die Börsenpsychologie der möglichen Verknappung durch die Reduzierung der Produktion und des Zurückfahrens von Investitionen in den USA treibt die Preise an. Saudi-Arabien kommt eine Schlüsselrolle in einem Kampf um Marktanteile zu, denn man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Kalkül des Königshauses in Riad aufgeht. Saudi-Arabien stellt sich seit dem letzten Ölpreisverfall innerhalb der OPEC gegen eine niedrigere Produktionsquote. Der Preisverfall war durch die starke, aber teure Produktion in den USA ausgelöst worden. Nun kann die US-Ölförderung dem Preisdruck nicht mehr standhalten und wird herunter gefahren. Ein Schelm ist, wer den Saudis unterstellt, dass sie sogar die Wankelmütigkeit und Beschränktheit der amerikanischen Spekulanten im Blick hatten, die nun wegen der Schwächung der eigenen Produktion bereits wieder auf steigende Ölpreise wetten, obwohl die Rückgänge bisher im weltweitem Maßstab gering ausfallen. Es ist die große Zeit der Spieltheoretiker in der Wirtschaft, die um Rohstoffe zocken. Die Heizölpreise erhalten eine Verschnaufpause.

Auch der Euro trägt dazu bei. Trotz der expansiven Geldpolitik der EZB und des Desasters um das Finanzministertreffen in Riga bleibt der Wert gegenüber dem Dollar stabil, mehr noch, er steigt sogar. Zwar empört die demokratiefeindliche und gemessen am Grundgesetz rechtswidrige Finanzierung der Staatshaushalte durch die Notenbank die hiesigen Gemüter. Aber auch hier muss man den Blick weiten. Der Wahnsinn ist internationaler Standard und Normalität. Und vielleicht rächt sich diese Form des Diebstahls ja zuerst in einer anderen Währungszone, dann könnten wir wieder mit klugen Ratschlägen zur Seite stehen, wie jetzt dem klammen Griechenland. Der Ausblick am Devisenmarkt bleibt deswegen gespalten.

Heute Morgen werden die Daten vom Freitag bestätigt. Eine neue Richtung ist noch nicht zu sehen. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 585,00 Dollar Tendenz: gleichbleibend . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 57,05 Dollar Tendenz: fallend und in London zu 65,21 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9198 Euro Tendenz: gleichbleibend . Damit kostet der Euro 1,0874 Dollar Tendenz: gleichbleibend.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise verharren auf erhöhtem Niveau. Sie scheinen aus den kurzfristigen Seitwärtstrends der Heizölpreis-Entwicklung ausbrechen zu wollen. Das ist der bullischen Grundstimmung an den Ölbörsen geschuldet.

Die Binnennachfrage bleibt ruhig. Diejenigen, die jetzt Heizöl benötigen, kaufen auf leicht überdurchschnittlichem Niveau. Vor dem Hintergrund des, im Vergleich zu den Vorjahren, sehr günstigen Heizölpreises ist dies auch richtig. Die Geldflut, welche sich über den Finanzmarkt ergießt, lässt weitere Preissteigerungen befürchten. Der absolute Preisverfall scheint erst einmal beendet zu sein. Man kann sich mit dem Jahresvergleich zufrieden geben. Die Hoffnung auf fallende Heizölpreise fällt um einen weiteren Prozentpunkt und steht auf eher mageren 65 Prozent. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau für die Kaufbereitschaft, das andere auf einem nicht überzeugenden Mehrheitswert für die Erwartung an fallende Heizölpreise.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt keine Kaufsignale mehr an. Dieser Umstand unterstützt die Markthaltung der Beobachter. Die Signale werden definitiv wieder kommen. Es ist gut möglich, dass die Preise dann tatsächlich etwas tiefer liegen als heute.

Die Preistrends sehen auch eher steigende Heizölpreise aufziehen. In den kurzfristigen Einstellungen weisen sie noch seitwärts, stehen aber kurz davor, den Seitwärtstrend nach oben zu verlassen. In den längerfristigen Ansichten zeigen sie Wimpel. Das sind Konstellationen, die auf eine bevorstehende Neuausrichtung der Ölpreise hindeuten. Hier stechen die aktuellen Heizölpreise auch ein wenig oben raus. Wenn sich dies bestätigt, sind die langfristigen Abwärtstrends gebrochen.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen. Machen Sie sich nur klar, dass diese Spekulation Chancen und Risiken beinhaltet.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

  1. Heizölpreise von: esyoil.com