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Heizölpreise: Schotten-Referendum hat kaum Einfluss

Internationaler Markt


Die preisdrückende Stimmung ist an den Ölbörsen zurück. Zwar waren die US-Arbeitsmarktdaten gestern besser als erwartet ausgefallen, dafür die Immobilienentwicklung schlechter. Die politischen Risiken, insbesondere in Libyen, sind immer noch vorhanden, aber die reale Versorgung überwiegt das Gesamtbild. Auch aus einer Reihe von OPEC-Staaten meldet sich Gegenwehr zu den vorgestern genannten Plänen der Reduzierung der Förderquoten. Alles in allem scheint der Ölmarkt entspannt in die Endrunde dieses Jahres zu gehen. Solange nicht tatsächlich die Ölförderung in Libyen und auch Nigeria komplett ausfällt, sehen wir weiterhin einen ruhigen bis schwachen Ölmarkt. Das bedeutet günstigere Ölpreise und damit auch günstiges Heizöl.

Der Euro konnte wieder auf 1,29 Dollar steigen. Nach dem fulminanten Aufstieg des Dollars gestern Abend, kehrte heute wieder die Normalität ein. Gewinnmitnahmen trugen ihren Teil zur Erholung des Euros bei. Die Händler an den Devisenmärkten sahen das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands bereits am gestern Nachmittag mehrheitlich als gescheitert an. Zwar ist Großbritannien nicht Teil der Euro-Zone, aber die Verwerfungen, die eine Abspaltung Schottlands innerhalb der EU mit sich gebracht hätte, hätte eben auch den Euro belasten können. Letztendlich war dies natürlich nur Spekulation über den Ausgang des Referendums. In diesem Fall aber für den Euro und damit für günstigeres Heizöl. Eine Klippe für günstige Heizölpreise war damit umschifft.

Charttechnisch haben sich die Vorzeichen gegenüber dem Mittwoch gedreht. Die Indikatoren geben nun einen Verkaufsimpuls. Gestern hatte noch eine M-Formation für Preisdruck gesorgt. Heute Morgen bleibt der Gesamteindruck eher preisdrückend.

Heute Morgen bewegen sich die Ölnotierungen kaum. Sie bestätigen damit die Kursverluste von gestern. Im Vergleich zu gestern Morgen kostet die Tonne Gasöl aktuell 822,75 Dollar Tendenz: fallend. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 92,92 Dollar Tendenz: fallend und in London zu 97,64 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Auch der Euro wartet heute Morgen erst einmal ab und steht erfreulicherweise bei 1,2914 Dollar Tendenz: steigend.

Nationaler Markt


Unsere Heizölpreise geben nach. Der Yellen-Effekt und die Zinsentscheidung der US-Notenbank waren gestern bereits in großen Teilen wieder verpufft. Die sehr auskömmliche Versorgungslage mit Rohöl sorgte für einen weiteren Preisnachlass.

Unsere Nutzer kaufen immer noch verstärkt. Das zeigt, dass die Heizölpreise zurzeit relativ attraktiv sind. Das Gesamtinteresse hat aber abgenommen. Das kann natürlich auch an dem guten Wetter liegen, das wir in den letzten Tagen genießen durften. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisieren die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sie die Heizölpreise für sehr gut halten.

Unsere Leser stimmten mehrheitlich für sinkende Heizölpreise. Der Wert stieg von 59 Prozent um 5 Prozentpunkte auf 64 Prozent. Damit wendete sich auch die Einschätzung unserer Leser erneut, die am Vortag noch sehr pessimistisch wirkten. Der Wert von 64 Prozent ist allerdings nach wie vor kein hoher Wert. Normalerweise ist die Hoffnung auf niedrigere Heizölpreise derer größer, die mit dem Heizölkauf warten. Das ist ja schließlich das Ziel des Abwartens.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal. Hierfür ist die Heizölpreis-Entwicklung noch nicht deutlich genug. Die vielen kleinen Richtungswechsel der letzten Zeit lösen noch keinen Kaufimpuls aus. Viele Kunden beurteilen die Preise sinnvollerweise im wirtschaftlichen und politischen Kontext und im Zusammenhang mit dem eigenen Heizölvorrat. Das kann unsere Mathematik nicht bieten.

Der Preistrend weist im kurzfristigen Bereich weiterhin schwach aufwärts. Nun bewegen sich die Heizölpreise aber wieder am unteren Rand des Trendkanals. Wir hoffen immer noch, dass wir den Trend in Kürze auf Seitwärts umdeuten können. Mittelfristig bewegt sich der Heizölpreis innerhalb des leichten Abwärtstrends in der Mitte des Kanals. Hier besteht die Gefahr, dass er kippt und ebenfalls auf seitwärts dreht. Seit Januar 2014 bewegt sich der Heizölpreis im Vergleich zur Dynamik der Vorjahre nur sehr wenig. Dies führt dazu, dass die Trends nur sehr schwach sind. Deswegen sind sie weniger aussagekräftig als zuvor. Es bleibt festzuhalten, dass der aktuelle Heizölpreis deutlich günstiger ist als in den letzten drei Jahren.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.