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Heizölpreise: Von Jamaika nach Kurdistan

Internationaler Markt



Die deutschen Heizölverbraucher werden die Karibik nicht los: Nach der Serie von Hurrikanen hat nun Jamaika unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Aufstieg der extremen Rechten und die wohl langwierigen Koalitionsverhandlungen verunsichern das Ausland. Das könnte den Euro belasten und damit Heizöl verteuern. Die ölpolitischen Folgen halten sich indes in Grenzen: Die Grünen sind bei der Dieselfrage gespalten, während CDU und FDP ohnehin nichts Drastisches unternehmen wollen. Im Heizungsbereich sind zusätzliche finanzielle Anreize für den Umstieg von Heizöl auf Alternativen denkbar, um klimapolitisch Flagge zu zeigen. Das könnte mittelfristig den Heizölabsatz drücken, hätte aber kaum Auswirkungen auf den Heizölpreis. Auch ist es unwahrscheinlich, dass CDU und FDP Immobilienbesitzer mit zusätzlichen Abgaben auf Heizöl belasten wollen.

Die Nachrichtenlage im Markt stützt den Aufwärtstrend der Ölpreise: Das Treffen eines OPEC-Komitees ging wie erwartet ohne großes Aufsehen zu Ende. Einige Kartellstaaten mit klammen Finanzen wollen die Produktion erhöhen, aber sie halten sich verbal zurück, denn in den letzten drei Monaten legte Brent-Rohöl fast unablässig zu. Auch die übrigen Indikatoren unterstützen diesen Trend: Am Freitag zeigten die amerikanischen Trader-Daten für WTI-Rohöl, dass immer mehr Spekulanten auf höhere Ölpreise wetten. Die bullischen Nettowetten legten in nur einer Woche um 49 Millionen auf 239 Millionen Barrel zu. Außerdem meldete Baker Hughes, dass die Zahl der aktiven Bohrplattformen in den USA erneut um 5 auf 744 Anlagen schrumpfte.

Weitaus gravierender könnte der offene Konflikt zwischen Bagdad und der weitgehend autonomen irakischen Provinz Kurdistan werden. Das heutige Referendum zur Frage der Unabhängigkeit spitzt die Lage weiter zu. Die Kurden wollen sich vom ohnehin labilen Irak lossagen und einen in jeder Hinsicht unabhängigen Staat gründen. Öl spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Region verfügt über eine erhebliche Förderung, ist aber beim Export auf die Türkei angewiesen. Für Ankara ist ein starker kurdischer Staat ein rotes Tuch, aber andererseits hat man Ambitionen, zur Drehscheibe internationaler Gas- und Öltransite zu werden. Die Blockade einer Ölpipeline würde Investoren abschrecken.

Unter dem Strich weist die Nachrichtenlage also auf weiter steigende Ölpreise. Am frühen Morgen hält sich der der Markt noch zurück: Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet im Moment 50,53 Dollar Tendenz: fallend. Die Nordseesorte Brent legt leicht zu auf 56,80 US-Dollar je Barrel Tendenz: steigend. Eine Tonne Gasöl wird bei 539,75 Dollar gehandelt Tendenz: steigend.

Der US-Dollar klettert auf 0,8395 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,1906 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt



Die Heizölpreise halten heute Morgen das vergleichsweise hohe Niveau der letzten Woche. Der schwächere Euro und stabile Rohölnotierungen verhindern einen Preisrutsch. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt eine Seitwärtsbewegung am oberen Rand des aktuellen Preiskorridors.

Der Binnenmarkt für Heizöl ist angesichts des kühlen Wetters im Moment recht aktiv. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen analysiert, zeigt sehr hohe Werte. Der Preisoptimismus der Sommermonate ist verflogen: Immer weniger Kunden rechnen aktuell mit fallenden Heizölpreisen.

Die Preischarts zeigen widersprüchliche Trends. Im kurzfristigen Zeitintervall (3 Monate) fällt ein steil steigender Heizölpreiskorridor ins Auge. In der 12-Monats-Perspektive bewegen sich die Heizölpreise seitwärts. In den noch längeren Zeitintervallen fallen die Preisspitzen, aber auch die Preistäler werden flacher. Der Preiskorridor wird also enger und deutet auf stabile Preise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Die Preise sind derzeit noch vergleichsweise niedrig und die kalte Jahreszeit ist bereits spürbar. Zumindest eine Deckung des Bedarfs mit einer Teilmenge (1.000 bis 1.500 Liter) erscheint sinnvoll. So bleibt die Chance erhalten, einen möglichen Preisrückgang zu nutzen, aber auch die Freiheit, auf einen plötzlichen Preisanstieg nicht sofort reagieren zu müssen.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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