Heizöl Preisvergleich Ölpreis Kommentar Impressum Aktuelle Heizölpreise    

Nachrichten

Heizölpreise: Im Vergleich bestens

Internationaler Markt


Das haben wir nicht erwartet. Der Clou blieb aus. Die Preise purzelten. So lautet die Zusammenfassung über den Beschluss der Kürzungsallianz und ihre direkte Folge. Mehrheitlich verkünden Analysten und Banker allerdings eine andere Botschaft. Sie sehen die Ölpreise demnächst bis auf 60 Dollar pro Barrel steigen, weil die OPEC-Politik ihrer Meinung nach im Jahresverlauf zu deutlichen Bestandsreduzierungen in den weltweit verteilten Lagern führen wird. Schauen wir mal.

Kurzfristig sprechen die Enttäuschung der Finanzjongleure und der Preistrend gegen diese These. Mittelfristig können die steigende US-Ölproduktion und die schwächelnde Nachfrageentwicklung das Ansinnen verderben. Langfristig wird ein Preisanstieg vermutlich durch die globale Klimapolitik und den Umstieg auf Solarenergie als wichtigste Primärenergie blockiert.

Letztes könnte immerhin das gegenwärtige Geschäftsmodell vieler Ölförderländer retten, den Verkauf von flüssigen und gasförmigen Kraft- und Brennstoffen. Die lassen sich nämlich im großen Stil in den sonnenreichen Gegenden der Erde, das sind in vielen Fällen die Ölländer, synthetisch herstellen durch photovoltaische Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff zum Verbrauch und Sauerstoff für die Atmosphäre. Mit dem CO2 der Luft kann daraus ein sauberer Dieselkraftstoff erzeugt werden.

Der Transport der Stoffe zu den Endverbrauchern in der sonnenschwachen nördlichen Hemisphäre erfolgt wie bisher in Tankschiffen. Das Verfahren ist CO2-neutral und frei von den typischen Giften der fossilen Kohlenwasserstoffwirtschaft. Hierzulande funktioniert es bereits hervorragend, allerdings unwirtschaftlich aufgrund der unzureichenden Sonnenstunden. Der entscheidende Vorteil der flüssigen Kraft- und Brennstoffe, günstiger Energie-Träger und Speicher zu sein, bleibt so erhalten.

Die Perspektiven für steigende Ölpreise sind nicht sehr überzeugend. Dessen ungeachtet muss man natürlich den bullischen Drang der Finanzszene anerkennen. Ihr Wille allein kann bisweilen Bäume bewegen und Preise allemal.

Nach dem rasanten Abstieg am Donnerstag zogen die Ölpreise Freitag in einem dürftigen Handel an. Auch heute ist nicht viel los an den Ölbörsen. In den USA feiert man Memorial Day. Die Notierungen können trotzdem wilde Bewegungen ausführen.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 49,69 Dollar Tendenz: steigend und das Barrel Brent zu 52,05 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 463,00 Dollar Tendenz: steigend. Der US-Dollar kostet 0,8950 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,1169 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt


Die Heizölpreise haben den OPEC-Abgang noch nicht wieder hergegeben, wie der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist. Die derzeit denkbaren Veränderungen halten die Preise in jedem Fall im kaufenswerten Bereich. Der Vergleich mit Strom und Gas unterstreicht die Einschätzung. Seit dem Jahr 2000 legten die Strompreise um 35 Prozent und die Gaspreise um knapp zehn Prozent zu. Die Teuerung beim Heizöl steht wieder bei null Prozent. Das ärgert die Politik. Sie sinniert hinter verschlossenen Türen über eine Steueränderung gegen Öl zugunsten von Strom. Diese wird vermutlich nach der Bundestagswahl öffentlich werden.

Der Binnenmarkt ist weitgehend eingeschlafen. Käufer halten sich zurück. Beobachter spekulieren allerdings wieder auf tiefere Preise. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf mittlerem Niveau für die Kaufbereitschaft, das andere auf einem sehr hohen Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends sind derzeit klar zu definieren. In den kurz- und mittelfristigen Zeitintervallen (3 und 12 Monate) geht es abwärts. Längerfristig (36 Monate) liegt noch ein Aufwärtstrend vor. Langfristig (60 und 120 Monate) weisen die Trends ebenfalls abwärts. Sie stützen somit Hoffnungen auf weiteren Preisabgang.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank eine Füllung verlangt oder Sie zum Ärger über verpasste Chancen neigen, verschaffen Sie sich durch einen Kauf einfach Ruhe! Die Preise sind allemal gut. Aufgrund der uneinschätzbaren zukünftigen Preisentwicklung raten wir gleichwohl zur Eindeckung mit einer Teilmenge (1.000 bis 1.500 Liter). So bleibt die Chance erhalten, gegebenenfalls an einem weiteren Preisabgang teilzuhaben.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.